Buch: „Terrorismus – wie wir uns schützen können“

Auf diesen Moment habe ich lange gewartet: Heute erscheint im Murmann Verlag mein Buch „Terrorismus – wie wir uns schützen können“.

„Jeder kann etwas gegen die Bedrohung durch den Terrorismus tun“ lautet das Credo des Buches, an dem ich in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet habe. Konkrete Handlungsempfehlungen zeigen die eigenen Handlungsspielräume in Gefahrensituationen auf und sollen helfen, das Gefühl der Hilflosigkeit, das viele Bürger angesichts der aktuellen Bedrohungslage empfinden, zu reduzieren. Mit seinem Fokus auf die Praxis füllt das Buch eine Lücke auf dem Markt.

Es geht mir in diesem Buch immer um die praktischen Aspekte von Terrorismus: Darum, was Terroristen mit ihren Anschlägen erreichen wollen, und wie sie bei der Planung und Durchführung von Anschlägen vorgehen. Darum, wie man sich im Falle eines Terroranschlags verhalten sollte,  und was jeder Einzelne tun kann, um der Bedrohung durch den Terrorismus etwas entgegensetzen kann. Denn Terrorismusbekämpfung ist nicht allein Aufgabe der Sicherheitsbehörden, sondern der gesamten Gesellschaft. Und dazu kann jeder Einzelne etwas beitragen.

 

Inhalt:

•    Was Terroristen wollen

•    Wie Terroristen vorgehen

•    Die Bedrohungslage in Europa

•    Verhalten bei Terroranschlägen

•    Was jeder gegen Terrorismus tun kann

 

Das Buch ist seit heute im Handel. Es kann über den Murmann Verlag sowie über den Online- und Offline-Buchhandel in Deutschland, Österreich und der Schweiz bezogen werden.

Ein Sommer der Gewalt: Würzburg, München, Ansbach

Es ist ein Sommer der Gewalt in Deutschland: erst der Terroranschlag in einem Regionalzug bei Würzburg, kurz darauf der Amokläufer von München, gestern schließlich der Anschlag in Ansbach. Vorangegangen waren diesen Taten der Massenmord in Orlando/Florida und der Terroranschlag per LKW in Nizza.

Diese Taten eint nach bisherigen Erkenntnissen nichts, die Verbindungen sind eher bei den Tätern selbst zu finden. Was sie alle gemeinsam hatten: psychische Probleme – und verworrene Motive für ihre jeweiligen Taten. Zudem waren sie allesamt Einzeltäter, zumindest was die Durchführung der Taten angeht.

Der Bezug zum Islamischen Staat (IS) ist im Falle Würzburgs noch nebulös, Weiterlesen

Interview: Massenmord in Orlando

Der Attentäter suchte sich gezielt Homosexuelle als Ziel aus: Der Anschlag auf einen Nachtclub in Orlando/Florida am 11. Juni 2016 war ein Massenmord mit der höchsten Zahl an  Toten in den USA seit dem 11. September 2001. Doch auch zwei Tage nach dem Massaker  sind nur wenige Fakten tatsächlich gesichert. War es eine vom Islamischen Staat (IS) gesteuerte Tat oder ein Hassverbrechen eines homophoben, psychotischen Einzeltäters?

Im Studiogespräch mit N24 diskutierte ich als Studiogast am 13.06.2016 mögliche Motivationen des Attentäters und Hintergründe des Anschlags.

Die Bezüge zum IS sind nach wie vor nebulös. Viel spricht für ein Hassverbrechen eines vom IS inspirierten Einzeltäters.

Interview: Terror in Brüssel

Nach Paris jetzt Brüssel: Erneut haben sich Terroranschläge in Westeuropa innerhalb weniger Monate gegen Zivilisten gerichtet. Das Ziel der Terroristen bei den Anschlägen am 22.03.2016 auf den Flughafen und die Metro von Brüssel: Massenmord durch Angriff sogenannter weicher Ziele. Über die Folgen dieser Strategie und die damit verbundenen Herausforderungen und Probleme für die Sicherheitsbehörden Europas bei der Aufklärung jihadistischer Strukturen spreche ich im Interview mit Wirtschaftswoche Online. Eine weitere Erkenntnis: Auch in Deutschland ist jederzeit mit ähnlichen Anschlägen zu rechnen.

Interview: Die Anschläge von Paris und die Folgen für Europa

Die Anschläge von Paris am 13.11.2015 haben die Welt erschüttert – und stellen eine neue Dimension des Terrors in Europa dar. In einem ausführlichen Interview mit Wirtschaftswoche Online diskutiere ich mit Niklas Dummer unter Anderem die Fragen, ob die französischen Sicherheitsbehörden versagt haben; inwieweit Deutschland und seine Behörden auf die  Abwehr von Terroranschlägen vorbereitet sind; und ob Flüchtlinge aus Syrien eine Gefahr für die innere Sicherheit Deutschlands darstellen.

Fazit: Ungemütliche Zeiten stehen bevor.

Update 24.11.2015: Aus Anlass der Absage des Fussballländerspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden am 17.11.2015 erkläre ich im Gespräch mit Focus Online, wie man sich im Falle eines Bombenanschlags verhalten sollte. Diese Tipps hatte ich zum Teil bereits in einem Text für Focus Online im Juli 2014 dargelegt.

Sicherheitslage, Entführungen, aktuelle Entwicklungen

Reisen, Vorträge, Interviews – die vergangenen Monate waren äußerst intensiv. Die kontinuierliche Verschlechterung der Sicherheitslage in vielen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas führt zu einer steigenden Nachfrage an Sicherheitsdienstleistungen. Viele Unternehmen realisieren, dass bei Aktivitäten in der Region heute höhere Anforderungen an die Sicherheitsvorkehrungen zu stellen sind als noch vor zwei Jahren. Insbesondere der Aufklärung der Verhältnisse vor Ort und einem fortlaufenden Monitoring der Sicherheitslage kommen dabei entscheidende Bedeutung zu. Im Gespräch mit Handelsblatt Online äußere ich mich zur aktuellen Situation in Nahost und Nordafrika sowie zu sinnvollen Sicherheitsmaßnahmen für Unternehmen: Wenn die Gefahr im Dienstwagen mitfährt.

Entführt zu werden ist eines der potentiellen Risiken für Mitarbeiter von Unternehmen, die in Krisenregionen unterwegs sind. Über die dahinter stehende Entführungsindustrie und die Frage, was ein Menschenleben wert ist, spreche ich im Interview mit dem SWR 2: Das Geschäft mit Entführungen. Es handelt sich dabei um die Langversion eines bereits im Deutschlandradio gesendeten Beitrags. Ein Kurzfassung des Beitrags ist weiterhin in der Schweizer Wochenzeitung erschienen.

Spätestens seit dem Vormarsch des »Islamischen Staats« (IS) und der anschließenden Ausrufung eines Kalifats im Juni 2014 haben Bücher zum Thema Jihadismus Hochkonjunktur. Für die Zenith habe ich zwei wichtige Bücher zum Thema rezensiert: zum Einen „Islamischer Staat. IS-Miliz, al-Qaida und die deutschen Brigaden“ von Benahm Said und zum Anderen „Al-Qaidas deutsche Kämpfer. Die Globalisierung des islamistischen Terrorismus“ von Guido Steinberg. Die Rezension findet sich hier.

„Ein Frühling in Jerusalem“ von Wolfgang Büscher

„Ein Frühling in Jerusalem“ von Wolfgang Büscher

Ab und an tut es gut, den Nahen Osten nicht nur aus der Sicherheitsperspektive zu betrachten. So habe ich mich zur Abwechslung mal an der Rezension eines Reisebuchs versucht: „Ein Frühling in Jerusalem“ von Wolfgang Büscher. Leseempfehlung!

Interviews: IS, Entführungen, Terrorgefahr in Deutschland

Der Terror der Jihadisten, allen voran des Islamische Staates (IS) alias ISIS, versetzen weiterhin die Welt in Aufruhr. Die zahlreichen Enthauptungen von Geiseln durch den IS haben das Thema nun endgültig in den Brennpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Im Rahmen der Sendung „Lukrative Propagandaschlacht“ im Deutschlandfunk sprach ich am 16.02.2015 mit Bettina Rühl über die Hintergründe und Zusammenhänge von „Entführungsindustrie“ und Sicherheitsbranche sowie die Verbindung von Terrorismus und Kriminalität in Nordafrika: Weiterlesen

Interviews: IS, die Rückkehr der Jihadisten und eine weitere Enthauptung

Die Frage, welche Gefahr für die innere Sicherheit Jihadisten darstellen, die aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zurückkehren, bewegt weiterhin die Medien. Anlässlich der Eröffnung des Prozesses gegen Kreshnik B., der für den IS gekämpft haben soll, habe ich im Interview für die Tagesschau und die Tagesthemen darauf hingewiesen, dass Jihadisten aus Deutschland auf den Schlachtfeldern Syriens und des Irak bedeutungslos sein mögen, unter Anderem weil es Ihnen an militärischen Kenntnissen mangele. Trotzdem stellen diese Rückkehr eine Gefahr für die innere Sicherheit dar: zum Einen, weil sie selber Anschläge begehen können; vor allem aber, weil diese Veteranen die Infrastruktur und die Netzwerke für die tatsächlichen Attentäter zu stellen vermögen – solche, die die deutschen Sicherheitsbehörden nicht auf dem Radar haben und die erst kurz vor einem Anschlag nach Deutschland einreisen, vielleicht zum ersten Mal. Die Jihad-Veteranen könnten somit zu Logistikern des Terrors werden. Dies ist eine neue Entwicklung, die erst der Krieg in Irak und Syrien ermöglich hat – durch eine bis dato beispiellose Vernetzung von Jihadisten aus aller Welt.

Hier der Link zu den Tagesthemen vom 15.09.2014:

Bereits am 14.09.2014 sprach ich mit n24, Kabel Eins und Pro7 über die Hintergründe der Enthauptung des Briten David Haines und die Propaganda des IS. Der Link folgt.

 

 

 

ISIS, Scharia-Polizei und die innere Sicherheit Deutschlands

Welche Gefahr für die innere Sicherheit stellen Jihadisten dar, wenn sie aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zurückkehren? Diese Frage bewegt aktuell neben den Sicherheitsbehörden und den Medien auch deutsche Unternehmen, die in der Region operieren. Auf der vom Bundeskriminalamt ausgerichteten Veranstaltung „Staatsschutz im Wandel“ habe ich am 02.09.2014 in Brühl zu diesem Thema einen Vortrag gehalten. Titel: „Die neuen Jihadisten. Der Krieg in Irak und Syrien und die Sicherheit Deutschlands“. Eine Dokumentation zur Tagung gibt es bis dato nicht.

Viele der Jihadisten aus Deutschland haben sich ISIS/IS angeschlossen. Das ist nicht zuletzt auf die gute Medienarbeit der Terroristen zurückzuführen. Über die Propaganda von ISIS/IS und deren Wirkung auf Jihad-Sympathisanten in Deutschland sowie die Frage, wie die Medien damit umgehen sollen, sprach ich am 03.09.2014 mit Bastian Berbner in ZAPP, dem Medienmagazin des NDR. Hier ist der Link zur Sendung.

Nicht alle Salafisten sind Jihadisten. Doch auch die Aktivitäten der „Scharia-Polizei“ von Wuppertal um den deutschen Konvertiten Sven Lau haben gehörig für Aufregung gesorgt. Mit Focus Online sprach ich über die politische Agenda der Salafisten und ihren Versuch, mit der Scharia-Polizei die Reaktion der deutschen Sicherheitsbehörden zu testen.

Interviews: ISIS, Propaganda und die Entführungsindustrie der Jihadisten

Die Aktivitäten von ISIS alias Islamischer Staat in Irak und Syrien sorgen weltweit weiterhin für ungebrochene Aufmerksamkeit. Die Entführungsindustrie der Jihadisten sowie das Propagandamagazin „Dabiq“ waren Thema zweier Interviews, die heute erschienen sind:

In Deutschlandradio Wissen sprach ich um 09:30 Uhr mit Till Haase anlässlich der Enthauptung des US-Journalisten James Foley über die Entführungsindustrie die Jihadisten – und darüber, wie unterschiedlich Staaten wie die USA, Frankreich, Deutschland und die Schweiz mit Lösegeldforderungen von Terroristen umgehen. Der Link zum Beitrag „Geiseln: Entführungen als Geschäftsmodell“ findet sich hier.

Auch im Gespräch mit der Freien Presse Hannover geht es um ISIS/IS, in diesem Fall um „Dabiq“, deren Propaganda-Magazin. Das Interview kann hier heruntergeladen werden.