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Interviews: IS, Entführungen, Terrorgefahr in Deutschland

Der Terror der Jihadisten, allen voran des Islamische Staates (IS) alias ISIS, versetzen weiterhin die Welt in Aufruhr. Die zahlreichen Enthauptungen von Geiseln durch den IS haben das Thema nun endgültig in den Brennpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Im Rahmen der Sendung „Lukrative Propagandaschlacht“ im Deutschlandfunk sprach ich am 16.02.2015 mit Bettina Rühl über die Hintergründe und Zusammenhänge von „Entführungsindustrie“ und Sicherheitsbranche sowie die Verbindung von Terrorismus und Kriminalität in Nordafrika: Weiterlesen

ISIS in Nordafrika: die angebliche Expansion

Im November 2014 schworen mehrere jihadistische Gruppierungen in Ägypten, Libyen und Algerien dem Islamischen Staat (IS) zeitgleich den Treueid. Der Anführer des IS, Abu Bakr al-Baghdadi, erklärte daraufhin, seine Organisation habe weitere Territorien in Nordafrika annektiert, diese Länder seien nun Provinzen des Islamischen Staates.

Diese konzertierte Aktion sorgte weltweit für Aufsehen, vermittelte sie doch den Eindruck einer ungebrochenen Expansion des IS, der nach Landgewinnen in Syrien und dem Irak nun auch in anderen Regionen der islamischen Welt die Vorherrschaft anstrebte. Doch bei näherer Betrachtung entpuppt sich die vom Islamischen Staat erklärte Expansion nach Nordafrika vor allem als geschickte PR-Aktion: Denn die Behauptung des IS, auf einen Schlag die Herrschaft über weite Teile Nordafrikas übernommen zu haben, ist falsch.

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UPDATE 17.02.2015: Der Text ist nun zusätzlich auch auf Focus Online erschienen.

Ganz gewöhnliche Kriminelle? – Was Jihadisten antreibt

Edwin Dyers Leben endete am 31. Mai 2009 abends um halb sieben. Am Ende eines weiteren glühend heißen Tages in der Wüste Nordmalis nahm sein Henker eine Klinge in die Hand und trennte Dyers Kopf ab – vor den Augen dreier weiterer Geiseln. Der Tod beendete Dyers rund drei Monate währende Gefangenschaft als Geisel von »Al-Qaida im Islamischen Maghreb« (AQIM). Dyer musste sterben, weil er Brite war: London hatte sich geweigert, ein Lösegeld für seine Freilassung zu zahlen. Die Mitgefangenen hingegen, Deutsche und Schweizer, kamen frei: Die Regierungen beider Länder, so heißt es, hatten gemeinsam rund acht Millionen Euro Lösegeld gezahlt.

Die Entführer von AQIM hatten im Vorfeld die Freilassung des jordanischen Jihad-Ideologen Abu Qatada gefordert, der zu jener Zeit in Großbritannien im Gefängnis saß. Der Tauschhandel kam nicht zustande. Aber damit hatten die Entführer wohl auch nicht gerechnet. Die Forderung nach Abu Qatadas Freilassung wirkte wie ein dürftig kaschierter Vorwand, um ihre eigentlichen Interessen zu verschleiern: Profit.

Edwin Dyer kam ihnen da gerade recht: Der Brite war Verhandlungsmasse, seine Enthauptung erhöhte den Druck auf die Regierungen der übrigen Geiseln und half, die Summe der Lösegelder in die Höhe zu treiben. Nur als toter Mann hatte Dyer einen Nutzen für die Entführer – dafür gleich einen doppelten. Denn AQIM konnte so zweifach profitieren: sich der Welt gegenüber als aufrechte Jihadisten zu präsentieren – und Kapital aus einer ansonsten wertlosen Geisel zu schlagen.

Jihadisten haben mitnichten nur politische Ziele. Häufig geht es den Terroristen auch ums Geschäft. Der Profit ist oftmals heiliger als der Krieg, den die so genannten »Kämpfer auf dem Weg Gottes« führen. Und so lassen sich die Aktivitäten von Terroristen oftmals besser verstehen, wenn man sie aus einer geschäftlichen Perspektive betrachtet und nicht durch das Studium ihrer Propagandaschriften.

Entführungen sind dabei die aus ihrer Sicht optimale Schnittstelle zwischen Terrorismus und Kriminalität: Profit und Propaganda werden zugleich bedient. Diese spezielle Synthese beider Branchen wird gerne als »Gangster-Jihadismus« bezeichnet.

Für AQIM sind Entführungen bereits seit mehr als einem Jahrzehnt von entscheidender Bedeutung für die eigene Finanzierung. Das erste Kidnapping ereignete sich im Februar und März 2003. Damals entführte der AQIM-Vorläufer »Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf« (Groupe Salafiste pour la Prédication et le Combat, GSPC) insgesamt 32 Touristen in der Sahara, die später gegen Lösegeld wieder freigelassen wurden. Eine deutsche Geisel starb während der Gefangenschaft an den Strapazen.

Seither hat allein AQIM mehr als 60 Ausländer entführt und dabei vermutlich rund 90 Millionen US-Dollar an Lösegeldern eingestrichen. Die algerische Regierung behauptete 2011 sogar, europäische Staaten hätten AQIM bis dahin etwa 150 Millionen Euro bezahlt – beinahe doppelt so viel. Seit 2008 jedenfalls sind Entführungen die entscheidende Säule der Finanzierung von AQIM.

Für dieses neue Modell der Terrorfinanzierung hat der Journalist Serge Daniel den Begriff »Entführungsindustrie« geprägt. Die funktioniert wie jede Industrie nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage: So waren nur fünf Prozent der Entführten Amerikaner – die USA (ebenso wie Großbritannien) zahlen keine Lösegelder. Stark vertreten hingegen sind einige kleinere Staaten: die Schweiz, Österreich und Spanien. Verlässlich sind diese Angaben naturgemäß nicht. Regierungen und Unternehmen halten Lösegeldzahlungen nach Möglichkeit geheim, um potentielle Nachahmer nicht zu ermutigen. Insofern ist eine hohe Dunkelziffer anzunehmen.

Ein afrikanisches Phänomen?

Die Verschmelzung von Terrorismus und Kriminalität ist indes kein Privileg von AQIM. Momentan macht vor allem der »Islamische Staat« (IS) im Irak und in Syrien durch mannigfaltige kriminelle Aktivitäten zur Finanzierung des eigenen Terrors von sich reden. Neben dem Verkauf von Antiquitäten, der Erpressung von Schutzgeldern und der Plünderung von Banken sind es auch bei IS die Entführungen, die einen großen Teil zum Einkommen beisteuern. Die Zahl der von den Terroristen entführten Personen liegt aktuell im dreistelligen Bereich.

Trotz dieser zahlreichen kriminellen Maßnahmen zur Finanzierung des Terrors wird der »Islamische Staat« noch immer vor allem als jihadistische Bewegung wahrgenommen. In der Tat spielt die Ideologie bei IS gewiss eine nicht zu unterschätzende Rolle. Zugleich aber stellen seine kriminellen Aktivitäten die Tätigkeiten anderer Gruppen locker in den Schatten. Manche Beobachter halten daher auch IS für eine überwiegend kriminelle Organisation; doch fällt der Vorwurf seltener als bei afrikanischen Gruppen.

Geschmuggelt werden Drogen, Waffen, Elfenbein und Menschen

Denn gerade auf dem afrikanischen Kontinent gibt es Verbindungen, die sich zwar als Jihad-Organisationen bezeichnen, deren Aktivitäten aber zu einem großen Teil krimineller Natur sind. Dazu gehören vor allem Boko Haram in Westafrika und Al Shabaab in Ostafrika – die beide wiederum den Kontakt zu AQIM pflegen.

Die Nordafrika-Filiale des globalen Terrornetzwerks Al-Qaida ist – zusammen mit ihren Vorgängergruppen – die Keimzelle des Jihadismus in Afrika. AQIM ist neben dem Geschäft mit Entführungen vor allem im Schmuggel aktiv: Waffen, Zigaretten und in wachsendem Maße Kokain. Wie hoch die Gewinne in diesem Bereich tatsächlich sind, ist unklar. Auch hier existieren keine belastbaren Zahlen. Doch nach Schätzungen auf der Basis von Hochrechnungen beschlagnahmter Drogenfunde könnten die Gewinne mehrere Millionen Euro pro Jahr betragen – bis hin zu 100 Millionen Euro.

Al-Shabaab wiederum finanziert sich hauptsächlich über den Schmuggel und die Kontrolle von Handelsrouten in und durch Ostafrika, inklusive der großen Häfen von Mombasa in Kenia und Daressalam in Tansania. Dazu gehört der Schmuggel von Menschen, Drogen, Waffen und Elfenbein. Hinzu kommt die Erpressung von Schutzgeldern.

Bei Boko Haram in Nigeria lässt sich kaum von einer jihadistischen Organisation sprechen. Hier kommt das Geschäft vor politischen Zielen. Die Gruppe finanziert sich über eine Vielzahl von Quellen: Boko Haram dominiert den Drogenhandel in der Region und kontrolliert die meisten Schmuggelrouten in Westafrika. Hinzu kommen Plünderungen von Siedlungen und Dörfern sowie Entführungen.

Warum aber sind Jihad-Gruppen in Afrika so stark in kriminelle Aktivitäten verstrickt? Einige Beobachter halten afrikanische Jihadisten per se für weniger ideologisch als zum Beispiel arabische Kämpfer. Andere weisen auf die wirtschaftlichen Zwänge hin: AQIM, Al-Shabaab und Boko Haram sind weitgehend Selbstversorger – sie profitieren nur marginal von den Spenden reicher Finanziers in den Golfstaaten.

Jihadisten, Kriminelle – oder »Gangster-Jihadisten«?

Sind die Entführer und Mörder von Edwin Dyer nun Jihadisten, die kriminell geworden sind? Oder handelt es sich bei den AQIM-Männern eher um Kriminelle, die sich hin und wieder als Terroristen betätigen? Wohl beides ist wahr und die Übergänge sind fließend. Fakt ist, dass beide Branchen, der Terrorismus und die Kriminalität, eine sich gegenseitig befruchtende Koexistenz führen: »symbiotischen Terrorismus« nennen das Forscher.

In vielen Fällen ist die Jihad-Rhetorik nur die Tünche, die die kriminellen Aktivitäten notdürftig überdecken und dem eigenen Tun einen ehrbaren Anstrich geben soll: »Wer nur Lösegelder fordert, gilt ›nur‹ als Entführer – wer zusätzlich die Freilassung islamistischer Genossen fordert, zusätzlich als Jihadist«, schreibt der Journalist Marc Engelhard treffend in seinem Buch »Heiliger Krieg oder heiliger Profit. Afrika als neues Schlachtfeld des internationalen Terrorismus«.

So wie die Kriminalität den Terror finanziert, so nützt auch der Terrorismus dem Geschäft: Mit einem wohlplatzierten Anschlag setzen Jihadisten ganze Regionen unter Druck, säen Furcht und demonstrieren die Unfähigkeit der betroffenen Staaten, die Sicherheit ihrer Bürger zu garantieren. Der Terror erhält rechtsfreie Räume, wo Regierungen zu schwach sind, um sich durchzusetzen, mit dem Ziel, den eigenen illegalen Aktivitäten ungestört weiter nachgehen zu können. Er dient somit handfesten wirtschaftlichen Interessen.

Von Jihadisten und Pseudo-Jihadisten

Hinzu kommt, dass in der Praxis Ideologen reinen Wassers selten sind; viele Jihadisten treiben höchst weltliche Motive. So ist nicht jeder, der nominell einer solchen Gruppe angehört, zwangsläufig ein Hardcore-Jihadist. In manchen Regionen bleibt jungen Männern manchmal keine andere Möglichkeit, als sich jihadistischen Gruppen anzuschließen, um Geld verdienen und die Familie ernähren zu können. Im Norden Malis beispielsweise sind AQIM und affiliierte Gruppen in vielen Gebieten die einzig verbliebenen Arbeitgeber.

Nichtsdestotrotz scheint die Neigung zum Kriminellen vor allem eine Sache untergeordneter Kommandeure und lokaler Warlords zu sein, die sich den Jihadisten vorrangig aus geschäftlichem Kalkül anschließen. So verlaufen die Trennlinien zwischen Jihadismus und Kriminalität mitunter mitten durch die Gruppen und Netzwerke selbst: Gruppen wie AQIM oder Al-Shabaab verfügen durchaus über einen ideologischen Kern an geschulten und in erster Linie ideologisch motivierten Jihadisten.

Doch zu den Rändern hin fransen diese Gruppen aus: Die Ideologie und die politischen Ziele des Kernpersonals werden verwässert durch die Motive der Sympathisanten und Geschäftspartner im weiteren Umfeld – häufig genug ist die Motivation eine kriminelle. Entführungen beispielsweise werden meist von Subunternehmern durchgeführt, oftmals lokalen, rein kriminellen Banden.

AQIMs interne Bruchlinien

Im Fall von AQIM verlaufen diese Bruchlinien zwischen Profit und Propaganda zwischen den Bataillonen in Nordafrika und denen in der Sahara und der Sahelzone: Der alte Kern der Gruppe, die Führungsriege um Anführer Abdelmalik Droukdal, hat sich im Norden Algeriens, in der Kabylei, verschanzt. Sie ist seit Jahren nur noch eingeschränkt handlungsfähig. Diese Männer sind die ideologische Basis von AQIM.

Die Bataillone in der Sahara und der Sahelzone hingegen werden von Kommandeuren befehligt, die weniger als Ideologen von sich reden gemacht haben denn durch ihre Aktivitäten als gerissene Schmuggler und skrupellose Geschäftemacher. Die beiden bekanntesten sind die Algerier Mokhtar Belkmokhtar und Abdelhamid Abu Zaid.

Es ist Letzterer, der mit seinen Männern für die Entführung und Enthauptung von Edwin Dyer verantwortlich ist. Abu Zaid hat sich wohl auch deswegen AQIM angeschlossen, weil er die Jihadisten schon seit frühen Schmugglertagen kennt und von der Verbindung profitiert. Die Geiselnahmen sind für ihn wie für Belmokhtar ein lohnendes Geschäft.

Anführer Droukdal hat schon seit Längerem keinen Einfluss mehr auf die Bataillone im Süden: Belmokhtar und Abu Zaid tun, was sie wollen. Dabei folgen sie vor allem ihrer kriminellen Neigung. Diese Strategie hat AQIM schnell zu einer der reichsten Terrorgruppen der Welt gemacht. Doch der wirtschaftliche Erfolg hat auch seine Kehrseite: Die kriminellen Aktivitäten schwächen die Glaubwürdigkeit der Organisation. AQIM wird heute mehr als kriminelle Vereinigung denn als jihadistische Gruppe wahrgenommen.

Doch auch wenn in der Realität oftmals der Profit zählt – allein die Propaganda vermag es, den Jihadisten neue Rekruten zu bescheren. Für vermeintlich hehre Ziele wie den Jihad lassen sich leichter Mitstreiter gewinnen als für den Zigarettenschmuggel. Gerade brutale Videos von Enthauptungen wie der von Edwin Dyer sorgen immer wieder für frisches Personal.

 

Dieser Text erschien zuerst in Zenith, Ausgabe 05/2014. Sie können das Jihad-Dossier hier herunterladen. Besser noch: Bestellen Sie die gesamte Print-Ausgabe.

Interviews: IS, die Rückkehr der Jihadisten und eine weitere Enthauptung

Die Frage, welche Gefahr für die innere Sicherheit Jihadisten darstellen, die aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zurückkehren, bewegt weiterhin die Medien. Anlässlich der Eröffnung des Prozesses gegen Kreshnik B., der für den IS gekämpft haben soll, habe ich im Interview für die Tagesschau und die Tagesthemen darauf hingewiesen, dass Jihadisten aus Deutschland auf den Schlachtfeldern Syriens und des Irak bedeutungslos sein mögen, unter Anderem weil es Ihnen an militärischen Kenntnissen mangele. Trotzdem stellen diese Rückkehr eine Gefahr für die innere Sicherheit dar: zum Einen, weil sie selber Anschläge begehen können; vor allem aber, weil diese Veteranen die Infrastruktur und die Netzwerke für die tatsächlichen Attentäter zu stellen vermögen – solche, die die deutschen Sicherheitsbehörden nicht auf dem Radar haben und die erst kurz vor einem Anschlag nach Deutschland einreisen, vielleicht zum ersten Mal. Die Jihad-Veteranen könnten somit zu Logistikern des Terrors werden. Dies ist eine neue Entwicklung, die erst der Krieg in Irak und Syrien ermöglich hat – durch eine bis dato beispiellose Vernetzung von Jihadisten aus aller Welt.

Hier der Link zu den Tagesthemen vom 15.09.2014:

Bereits am 14.09.2014 sprach ich mit n24, Kabel Eins und Pro7 über die Hintergründe der Enthauptung des Briten David Haines und die Propaganda des IS. Der Link folgt.

 

 

 

ISIS, Scharia-Polizei und die innere Sicherheit Deutschlands

Welche Gefahr für die innere Sicherheit stellen Jihadisten dar, wenn sie aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zurückkehren? Diese Frage bewegt aktuell neben den Sicherheitsbehörden und den Medien auch deutsche Unternehmen, die in der Region operieren. Auf der vom Bundeskriminalamt ausgerichteten Veranstaltung „Staatsschutz im Wandel“ habe ich am 02.09.2014 in Brühl zu diesem Thema einen Vortrag gehalten. Titel: „Die neuen Jihadisten. Der Krieg in Irak und Syrien und die Sicherheit Deutschlands“. Eine Dokumentation zur Tagung gibt es bis dato nicht.

Viele der Jihadisten aus Deutschland haben sich ISIS/IS angeschlossen. Das ist nicht zuletzt auf die gute Medienarbeit der Terroristen zurückzuführen. Über die Propaganda von ISIS/IS und deren Wirkung auf Jihad-Sympathisanten in Deutschland sowie die Frage, wie die Medien damit umgehen sollen, sprach ich am 03.09.2014 mit Bastian Berbner in ZAPP, dem Medienmagazin des NDR. Hier ist der Link zur Sendung.

Nicht alle Salafisten sind Jihadisten. Doch auch die Aktivitäten der „Scharia-Polizei“ von Wuppertal um den deutschen Konvertiten Sven Lau haben gehörig für Aufregung gesorgt. Mit Focus Online sprach ich über die politische Agenda der Salafisten und ihren Versuch, mit der Scharia-Polizei die Reaktion der deutschen Sicherheitsbehörden zu testen.

Interviews: ISIS, Propaganda und die Entführungsindustrie der Jihadisten

Die Aktivitäten von ISIS alias Islamischer Staat in Irak und Syrien sorgen weltweit weiterhin für ungebrochene Aufmerksamkeit. Die Entführungsindustrie der Jihadisten sowie das Propagandamagazin „Dabiq“ waren Thema zweier Interviews, die heute erschienen sind:

In Deutschlandradio Wissen sprach ich um 09:30 Uhr mit Till Haase anlässlich der Enthauptung des US-Journalisten James Foley über die Entführungsindustrie die Jihadisten – und darüber, wie unterschiedlich Staaten wie die USA, Frankreich, Deutschland und die Schweiz mit Lösegeldforderungen von Terroristen umgehen. Der Link zum Beitrag „Geiseln: Entführungen als Geschäftsmodell“ findet sich hier.

Auch im Gespräch mit der Freien Presse Hannover geht es um ISIS/IS, in diesem Fall um „Dabiq“, deren Propaganda-Magazin. Das Interview kann hier heruntergeladen werden.