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Was Terroristen wollen

Terroristen wollen vor allem eines: Aufmerksamkeit. Je größer die Aufmerksamkeit nach einem Anschlag, desto erfolgreicher ist dieser aus Sicht der Terroristen. Tatsächlich verfolgen Terroristen mit einem Anschlag eine Reihe von Zielen; das Töten unschuldiger Menschen ist dabei nur ein Mittel zum Zweck.

Bereits bei der Planung eines Anschlags kalkulieren Terroristen die anschließende Berichterstattung mit ein. Aus Sicht der Terroristen bemisst sich der Erfolg eines Anschlags heutzutage vor allem an seiner medialen Verbreitung. Überspitzt formuliert: Für Terroristen ist eine breite Öffentlichkeit wichtiger als die Zahl der Opfer.  Weiterlesen

Ein Sommer der Gewalt: Würzburg, München, Ansbach

Es ist ein Sommer der Gewalt in Deutschland: erst der Terroranschlag in einem Regionalzug bei Würzburg, kurz darauf der Amokläufer von München, gestern schließlich der Anschlag in Ansbach. Vorangegangen waren diesen Taten der Massenmord in Orlando/Florida und der Terroranschlag per LKW in Nizza.

Diese Taten eint nach bisherigen Erkenntnissen nichts, die Verbindungen sind eher bei den Tätern selbst zu finden. Was sie alle gemeinsam hatten: psychische Probleme – und verworrene Motive für ihre jeweiligen Taten. Zudem waren sie allesamt Einzeltäter, zumindest was die Durchführung der Taten angeht.

Der Bezug zum Islamischen Staat (IS) ist im Falle Würzburgs noch nebulös, Weiterlesen

Interview: Massenmord in Orlando

Der Attentäter suchte sich gezielt Homosexuelle als Ziel aus: Der Anschlag auf einen Nachtclub in Orlando/Florida am 11. Juni 2016 war ein Massenmord mit der höchsten Zahl an  Toten in den USA seit dem 11. September 2001. Doch auch zwei Tage nach dem Massaker  sind nur wenige Fakten tatsächlich gesichert. War es eine vom Islamischen Staat (IS) gesteuerte Tat oder ein Hassverbrechen eines homophoben, psychotischen Einzeltäters?

Im Studiogespräch mit N24 diskutierte ich als Studiogast am 13.06.2016 mögliche Motivationen des Attentäters und Hintergründe des Anschlags.

Die Bezüge zum IS sind nach wie vor nebulös. Viel spricht für ein Hassverbrechen eines vom IS inspirierten Einzeltäters.

Strategie und Taktiken von Jihadisten: aktuelle Entwicklungen

Aktuelle Entwicklungen von Strategie und Taktiken von Jihadisten sind das Thema eines Artikels von mir, der Anfang April in der aktuellen Ausgabe der Sicherheitszeitschrift Protector&WIK (4/2016) erschienen ist. Hier einige Auszüge:

Paris war der endgültige Beweis, dass der Islamische Staat (IS) nun auch Europa ins Visier genommen hat. Die Anschläge waren von Sicherheitsbehörden und Beobachtern seit Monaten erwartet worden. Denn die Terror-Strategie der Jihadisten ist kein Geheimnis. Formuliert wurde diese Strategie bereits 2005 von einem der wichtigsten jihadistischen Vordenker überhaupt: Abu Musab Al-Suri.

Seine Gedanken zur Strategie des Jihadismus hat Al-Suri in seinem 2005 erschienenen Werk „Aufruf zum globalen islamischen Widerstand“ dargelegt. In seinem Buch propagiert Al-Suri zweierlei: Erstens eine Strategie des dezentralen oder führerlosen Jihad. Schließlich enthält die Schrift konkrete Anweisungen für die Durchführung von Terroranschlägen. Dabei spricht sich Al-Suri in aller Deutlichkeit für Massenmorde aus: Anschläge sollten möglichst viele Menschen töten; das vorrangige Ziel seien daher jene Orte, an denen sich möglichst viele Menschen versammelten: Sportveranstaltungen, Konzerthallen, Restaurants, Märkte, Hochhäuser, grundsätzlich jedes öffentliche Gebäude.

Mit seinem Vorgehen folgt der IS exakt der Doktrin Al-Suris. Die Anschläge von Paris und Brüssel waren Massenmorde ganz im Sinne des Jihad-Strategen. Den Weisungen Al-Suris entsprechend richteten sich die Anschläge allesamt gegen weiche Ziele, um möglichst hohe Opferzahlen zu garantieren.

Dabei stellen die Anschläge von Paris und Brüssel nicht nur in strategischer Hinsicht einen Meilenstein dar. Sie sind auch in taktischer Hinsicht bemerkenswert – und signalisieren einen neuen Trend im jihadistischen Terrorismus. Neu ist der Einsatz unabhängig operierender Hit-Teams, das Vorgehen gegen mehrere weiche Ziele unterschiedlicher Natur sowie der kombinierte Einsatz von Schusswaffen, Bomben und Sprengstoffgürteln.

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Interview: Terror in Brüssel

Nach Paris jetzt Brüssel: Erneut haben sich Terroranschläge in Westeuropa innerhalb weniger Monate gegen Zivilisten gerichtet. Das Ziel der Terroristen bei den Anschlägen am 22.03.2016 auf den Flughafen und die Metro von Brüssel: Massenmord durch Angriff sogenannter weicher Ziele. Über die Folgen dieser Strategie und die damit verbundenen Herausforderungen und Probleme für die Sicherheitsbehörden Europas bei der Aufklärung jihadistischer Strukturen spreche ich im Interview mit Wirtschaftswoche Online. Eine weitere Erkenntnis: Auch in Deutschland ist jederzeit mit ähnlichen Anschlägen zu rechnen.

Interview: Die Anschläge von Paris und die Folgen für Europa

Die Anschläge von Paris am 13.11.2015 haben die Welt erschüttert – und stellen eine neue Dimension des Terrors in Europa dar. In einem ausführlichen Interview mit Wirtschaftswoche Online diskutiere ich mit Niklas Dummer unter Anderem die Fragen, ob die französischen Sicherheitsbehörden versagt haben; inwieweit Deutschland und seine Behörden auf die  Abwehr von Terroranschlägen vorbereitet sind; und ob Flüchtlinge aus Syrien eine Gefahr für die innere Sicherheit Deutschlands darstellen.

Fazit: Ungemütliche Zeiten stehen bevor.

Update 24.11.2015: Aus Anlass der Absage des Fussballländerspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden am 17.11.2015 erkläre ich im Gespräch mit Focus Online, wie man sich im Falle eines Bombenanschlags verhalten sollte. Diese Tipps hatte ich zum Teil bereits in einem Text für Focus Online im Juli 2014 dargelegt.

Kalifat des Terrors: E-Book zum Islamischen Staat

Kalifat des Terrors: Interdisziplinäre Perspektiven auf den Islamischen Staat heißt das erste E-Book des SiPo-Blogs. Neben meinem Text „Der Islamische Staat in Nordafrika – Expansion zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ sind darin zahlreiche interessante Beiträge enthalten, darunter von Experten wie Guido Steinberg, Mathieu Guidère, Bente Scheller und Hazim Fouad. Yan St. Pierre von der MOSECON GmbH, meinem Partner, hat den Text „Islamic State and Boko Haram: How dangerous is the partnership?“ beigesteuert.

Kalifat-des-TerrorsDie Idee hinter dem Buch: der Öffentlichkeit frisches Wissen schnell und möglichst barrierefrei zur Verfügung zu stellen. Ein guter und sinnvoller Ansatz angesichts von Verhältnissen, die sich immer schneller verändern, vor allem im Nahen Osten und Nordafrika.

Das E-Book lässt sich entweder hier kostenlos downloaden oder bei epubli als gedruckte Fassung bestellen (9,99 €).

Sicherheitslage, Entführungen, aktuelle Entwicklungen

Reisen, Vorträge, Interviews – die vergangenen Monate waren äußerst intensiv. Die kontinuierliche Verschlechterung der Sicherheitslage in vielen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas führt zu einer steigenden Nachfrage an Sicherheitsdienstleistungen. Viele Unternehmen realisieren, dass bei Aktivitäten in der Region heute höhere Anforderungen an die Sicherheitsvorkehrungen zu stellen sind als noch vor zwei Jahren. Insbesondere der Aufklärung der Verhältnisse vor Ort und einem fortlaufenden Monitoring der Sicherheitslage kommen dabei entscheidende Bedeutung zu. Im Gespräch mit Handelsblatt Online äußere ich mich zur aktuellen Situation in Nahost und Nordafrika sowie zu sinnvollen Sicherheitsmaßnahmen für Unternehmen: Wenn die Gefahr im Dienstwagen mitfährt.

Entführt zu werden ist eines der potentiellen Risiken für Mitarbeiter von Unternehmen, die in Krisenregionen unterwegs sind. Über die dahinter stehende Entführungsindustrie und die Frage, was ein Menschenleben wert ist, spreche ich im Interview mit dem SWR 2: Das Geschäft mit Entführungen. Es handelt sich dabei um die Langversion eines bereits im Deutschlandradio gesendeten Beitrags. Ein Kurzfassung des Beitrags ist weiterhin in der Schweizer Wochenzeitung erschienen.

Spätestens seit dem Vormarsch des »Islamischen Staats« (IS) und der anschließenden Ausrufung eines Kalifats im Juni 2014 haben Bücher zum Thema Jihadismus Hochkonjunktur. Für die Zenith habe ich zwei wichtige Bücher zum Thema rezensiert: zum Einen „Islamischer Staat. IS-Miliz, al-Qaida und die deutschen Brigaden“ von Benahm Said und zum Anderen „Al-Qaidas deutsche Kämpfer. Die Globalisierung des islamistischen Terrorismus“ von Guido Steinberg. Die Rezension findet sich hier.

„Ein Frühling in Jerusalem“ von Wolfgang Büscher

„Ein Frühling in Jerusalem“ von Wolfgang Büscher

Ab und an tut es gut, den Nahen Osten nicht nur aus der Sicherheitsperspektive zu betrachten. So habe ich mich zur Abwechslung mal an der Rezension eines Reisebuchs versucht: „Ein Frühling in Jerusalem“ von Wolfgang Büscher. Leseempfehlung!

MENA Security Monitor 2015-05-01

Wie ist die Lage in Nahost und Nordafrika? Der MENA Security Monitor bietet jeden Freitag einen Rückblick auf wichtige Ereignisse und Entwicklungen der vergangenen Woche und weist auf besonders lesenswerte Publikationen hin – stets mit dem Fokus auf sicherheitsrelevanten Themen. Weiterlesen

MENA Security Monitor 2015-04-24

Wie ist die Lage in Nahost und Nordafrika? Der MENA Security Monitor bietet jeden Freitag einen Rückblick auf wichtige Ereignisse und Entwicklungen der vergangenen Woche und weist auf besonders lesenswerte Publikationen hin – stets mit dem Fokus auf sicherheitsrelevanten Themen. Weiterlesen