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Strategie und Taktiken von Jihadisten: aktuelle Entwicklungen

Aktuelle Entwicklungen von Strategie und Taktiken von Jihadisten sind das Thema eines Artikels von mir, der Anfang April in der aktuellen Ausgabe der Sicherheitszeitschrift Protector&WIK (4/2016) erschienen ist. Hier einige Auszüge:

Paris war der endgültige Beweis, dass der Islamische Staat (IS) nun auch Europa ins Visier genommen hat. Die Anschläge waren von Sicherheitsbehörden und Beobachtern seit Monaten erwartet worden. Denn die Terror-Strategie der Jihadisten ist kein Geheimnis. Formuliert wurde diese Strategie bereits 2005 von einem der wichtigsten jihadistischen Vordenker überhaupt: Abu Musab Al-Suri.

Seine Gedanken zur Strategie des Jihadismus hat Al-Suri in seinem 2005 erschienenen Werk „Aufruf zum globalen islamischen Widerstand“ dargelegt. In seinem Buch propagiert Al-Suri zweierlei: Erstens eine Strategie des dezentralen oder führerlosen Jihad. Schließlich enthält die Schrift konkrete Anweisungen für die Durchführung von Terroranschlägen. Dabei spricht sich Al-Suri in aller Deutlichkeit für Massenmorde aus: Anschläge sollten möglichst viele Menschen töten; das vorrangige Ziel seien daher jene Orte, an denen sich möglichst viele Menschen versammelten: Sportveranstaltungen, Konzerthallen, Restaurants, Märkte, Hochhäuser, grundsätzlich jedes öffentliche Gebäude.

Mit seinem Vorgehen folgt der IS exakt der Doktrin Al-Suris. Die Anschläge von Paris und Brüssel waren Massenmorde ganz im Sinne des Jihad-Strategen. Den Weisungen Al-Suris entsprechend richteten sich die Anschläge allesamt gegen weiche Ziele, um möglichst hohe Opferzahlen zu garantieren.

Dabei stellen die Anschläge von Paris und Brüssel nicht nur in strategischer Hinsicht einen Meilenstein dar. Sie sind auch in taktischer Hinsicht bemerkenswert – und signalisieren einen neuen Trend im jihadistischen Terrorismus. Neu ist der Einsatz unabhängig operierender Hit-Teams, das Vorgehen gegen mehrere weiche Ziele unterschiedlicher Natur sowie der kombinierte Einsatz von Schusswaffen, Bomben und Sprengstoffgürteln.

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Global geocoded tone of all Summary of World Broadcasts content, January 1979–April 2011 mentioning “bin Laden”. A full–resolution version of this figure is available at

Schwache Signale

Entführungen, mehr Terroranschläge, steigende Kriminalität – das ist die Kehrseite des Arabischen Frühlings. Unternehmen vor Ort brauchen künftig ein Frühwarnsystem, um in derart unsicheren Verhältnissen erfolgreich zu agieren. Hilfe könnten Mathematik und Algorithmen bringen: Big Data heißt das Stichwort. Weiterlesen

Interview: Sicherheitslage in Nahost und Nordafrika

Heute in der radioWelt bei Bayern 2 spreche ich mit Thomas Meyerhöfer über die Sicherheitslage im Nahen Osten und Nordafrika, die Stärke von Al-Qaida und Sicherheitsvorkehrungen für Unternehmen, die in der Region operieren. Sendezeiten: 6.05 – 8.30 Uhr, 13.05 – 13.30 Uhr und 17.05 – 18 Uhr.

Big Data und Frühwarnsysteme für Unternehmen

Unternehmen, die in Risikogebieten operieren, brauchen ein Frühwarnsystem, um frühzeitig auf Bedrohungen durch Terror und politische Risiken reagieren zu können. Doch lassen Sich mittels Big Data tatsächlich politische Krisen vorhersagen?

Über Methoden, Risiken und Erfolgsaussichten der Nutzung von Big Data als Prognosewerkzeug spreche ich am 10.08.2013 mit Teresa Sickert in der Sendung trackback im Radio Fritz (18 bis 20 Uhr). Der Podcast findet sich dann hier.