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Sicherheitslage, Entführungen, aktuelle Entwicklungen

Reisen, Vorträge, Interviews – die vergangenen Monate waren äußerst intensiv. Die kontinuierliche Verschlechterung der Sicherheitslage in vielen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas führt zu einer steigenden Nachfrage an Sicherheitsdienstleistungen. Viele Unternehmen realisieren, dass bei Aktivitäten in der Region heute höhere Anforderungen an die Sicherheitsvorkehrungen zu stellen sind als noch vor zwei Jahren. Insbesondere der Aufklärung der Verhältnisse vor Ort und einem fortlaufenden Monitoring der Sicherheitslage kommen dabei entscheidende Bedeutung zu. Im Gespräch mit Handelsblatt Online äußere ich mich zur aktuellen Situation in Nahost und Nordafrika sowie zu sinnvollen Sicherheitsmaßnahmen für Unternehmen: Wenn die Gefahr im Dienstwagen mitfährt.

Entführt zu werden ist eines der potentiellen Risiken für Mitarbeiter von Unternehmen, die in Krisenregionen unterwegs sind. Über die dahinter stehende Entführungsindustrie und die Frage, was ein Menschenleben wert ist, spreche ich im Interview mit dem SWR 2: Das Geschäft mit Entführungen. Es handelt sich dabei um die Langversion eines bereits im Deutschlandradio gesendeten Beitrags. Ein Kurzfassung des Beitrags ist weiterhin in der Schweizer Wochenzeitung erschienen.

Spätestens seit dem Vormarsch des »Islamischen Staats« (IS) und der anschließenden Ausrufung eines Kalifats im Juni 2014 haben Bücher zum Thema Jihadismus Hochkonjunktur. Für die Zenith habe ich zwei wichtige Bücher zum Thema rezensiert: zum Einen „Islamischer Staat. IS-Miliz, al-Qaida und die deutschen Brigaden“ von Benahm Said und zum Anderen „Al-Qaidas deutsche Kämpfer. Die Globalisierung des islamistischen Terrorismus“ von Guido Steinberg. Die Rezension findet sich hier.

„Ein Frühling in Jerusalem“ von Wolfgang Büscher

„Ein Frühling in Jerusalem“ von Wolfgang Büscher

Ab und an tut es gut, den Nahen Osten nicht nur aus der Sicherheitsperspektive zu betrachten. So habe ich mich zur Abwechslung mal an der Rezension eines Reisebuchs versucht: „Ein Frühling in Jerusalem“ von Wolfgang Büscher. Leseempfehlung!

MENA Security Monitor 2015-05-01

Wie ist die Lage in Nahost und Nordafrika? Der MENA Security Monitor bietet jeden Freitag einen Rückblick auf wichtige Ereignisse und Entwicklungen der vergangenen Woche und weist auf besonders lesenswerte Publikationen hin – stets mit dem Fokus auf sicherheitsrelevanten Themen. Weiterlesen

Interviews: IS, die Rückkehr der Jihadisten und eine weitere Enthauptung

Die Frage, welche Gefahr für die innere Sicherheit Jihadisten darstellen, die aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zurückkehren, bewegt weiterhin die Medien. Anlässlich der Eröffnung des Prozesses gegen Kreshnik B., der für den IS gekämpft haben soll, habe ich im Interview für die Tagesschau und die Tagesthemen darauf hingewiesen, dass Jihadisten aus Deutschland auf den Schlachtfeldern Syriens und des Irak bedeutungslos sein mögen, unter Anderem weil es Ihnen an militärischen Kenntnissen mangele. Trotzdem stellen diese Rückkehr eine Gefahr für die innere Sicherheit dar: zum Einen, weil sie selber Anschläge begehen können; vor allem aber, weil diese Veteranen die Infrastruktur und die Netzwerke für die tatsächlichen Attentäter zu stellen vermögen – solche, die die deutschen Sicherheitsbehörden nicht auf dem Radar haben und die erst kurz vor einem Anschlag nach Deutschland einreisen, vielleicht zum ersten Mal. Die Jihad-Veteranen könnten somit zu Logistikern des Terrors werden. Dies ist eine neue Entwicklung, die erst der Krieg in Irak und Syrien ermöglich hat – durch eine bis dato beispiellose Vernetzung von Jihadisten aus aller Welt.

Hier der Link zu den Tagesthemen vom 15.09.2014:

Bereits am 14.09.2014 sprach ich mit n24, Kabel Eins und Pro7 über die Hintergründe der Enthauptung des Briten David Haines und die Propaganda des IS. Der Link folgt.

 

 

 

ISIS, Scharia-Polizei und die innere Sicherheit Deutschlands

Welche Gefahr für die innere Sicherheit stellen Jihadisten dar, wenn sie aus Syrien und dem Irak nach Deutschland zurückkehren? Diese Frage bewegt aktuell neben den Sicherheitsbehörden und den Medien auch deutsche Unternehmen, die in der Region operieren. Auf der vom Bundeskriminalamt ausgerichteten Veranstaltung „Staatsschutz im Wandel“ habe ich am 02.09.2014 in Brühl zu diesem Thema einen Vortrag gehalten. Titel: „Die neuen Jihadisten. Der Krieg in Irak und Syrien und die Sicherheit Deutschlands“. Eine Dokumentation zur Tagung gibt es bis dato nicht.

Viele der Jihadisten aus Deutschland haben sich ISIS/IS angeschlossen. Das ist nicht zuletzt auf die gute Medienarbeit der Terroristen zurückzuführen. Über die Propaganda von ISIS/IS und deren Wirkung auf Jihad-Sympathisanten in Deutschland sowie die Frage, wie die Medien damit umgehen sollen, sprach ich am 03.09.2014 mit Bastian Berbner in ZAPP, dem Medienmagazin des NDR. Hier ist der Link zur Sendung.

Nicht alle Salafisten sind Jihadisten. Doch auch die Aktivitäten der „Scharia-Polizei“ von Wuppertal um den deutschen Konvertiten Sven Lau haben gehörig für Aufregung gesorgt. Mit Focus Online sprach ich über die politische Agenda der Salafisten und ihren Versuch, mit der Scharia-Polizei die Reaktion der deutschen Sicherheitsbehörden zu testen.

Vortrag: Wie gefährlich sind „Foreign Fighter“?

Welche Gefahr für die innere Sicherheit ihrer Heimatländer stellen heimkehrende „Foreign Fighter“ dar? Worin genau besteht diese Gefahr? Werden diese Heimkehrer automatisch zu Terroristen? Und welche Rolle spielt der Krieg in Syrien für die Sicherheit in Deutschland?

Am 22.01.2014 hatte ich die Gelegenheit, diese und weitere Fragen gemeinsam mit Claudia Dantschke vom Zentrum für Demokratische Kultur (ZDK) und Daniel Köhler vom Institute for the Study of Radical Movements (ISRM) im Rahmen des dritten MOSECON Luncheons Manchurian Candidate Redux: Wie gefährlich sind heimkehrende „Foreign Fighter“? zu diskutieren.

Es war eine spannende Veranstaltung, die mir einige neue Erkenntnisse beschert hat. Yan St-Pierre von MOSECON hat die wichtigsten Ergebnisse der Veranstaltung hier zusammengefasst. Ein Video der Veranstaltung wird ab Februar bei MOSECON erhältlich sein.

Foto: mosecon.com