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Rückblick und Ausblick: Die 18. Episode des KNS Podcasts zum Jahreswechsel wirft einen Blick auf das große Ganze. Mit meinen Kollegen Malte Roschinski und Yan St-Pierre diskutiere ich jene Trends und Entwicklungen, die uns 2019 beschäftigt haben und uns 2020 beschäftigen werden. 

Achtung: Diese Episode ist ein wilder Ritt. In nur 30 Minuten diskutieren wir folgende Themen: 

  • Terrorismus von rechts und links
  • der Islamische Staat im Irak und der Sahelzone
  • Rückzug der USA aus dem Nahen Osten und die Folgen
  • die Rolle der USA und Russlands im Nahen Osten
  • „Hirntod“ der NATO und die Schaffung einer europäischen Armee
  • Unruhen in Algerien, Chile, Hongkong, Iran und Libanon
  • Bedeutung der Digitalisierung für Terroristen und Aufstandsbewegungen 

Prognose: 2020 wird kein ruhiges Jahr. Umso mehr werden wir die Entwicklungen im Block behalten und im KNS Podcast analysieren und einordnen.

Terrorismus: Rechts, links und Jihadisten

Im Bereich Terrorismus gibt es drei wichtige Entwicklungen. Erstens bekommt das Phänomen des Rechtsterrorismus endlich mehr Aufmerksamkeit, auch in der Öffentlichkeit, und wird zunehmend als ernsthafte Bedrohung erkannt. In Deutschland waren 2019 vor allem der Anschlag in Halle (Saale) und der Mord an dem CDU-Politiker Walther Lübcke prägende Ereignisse; international vor allem die Anschläge in Christchurch, Neuseeland, und in El Paso, USA. 

Ein weiterer Trend im Bereich des Rechtsterrorismus sind der enorme Grad an der globalen Vernetzung der Täter, die in den meisten Fällen mit einem bemerkenswerten taktischen Dilettantismus einhergeht. Die mangelnde Ausbildung und Training der Terroristen hat die Opferzahlen bislang überschaubar gehalten.

Im Bereich des Linksterrorismus wird es 2020 vor allem um die Frage gehen, ob sich Klima-Aktivisten soweit radikalisieren, dass sie die Grenze zum Terrorismus überschreiten.

Der Jihadismus bekommt aktuell nur noch vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit der Medien. Das bedeutet aber nicht, dass es keine Jihadisten mehr gibt. Das Gegenteil ist der Fall. Wir sprechen über den Islamischen Staat (IS), der im Irak mitnichten geschlagen ist, sondern sich neu formiert und zusehends an Stärke gewinnt. 

Immer wichtiger wird die Sahelzone, wo der IS inzwischen ein enormes Territorium kontrolliert. Die Erkenntnisse aus dem Kampf gegen den IS in Irak und Syrien werden bis dato kaum genutzt, um dessen Vordrängen im Sahel zu verhindern

Geopolitik

Der (versuchte) Rückzug der USA aus dem Nahen Osten hat gravierende sicherheitspolitische Folgen. Überall da, wo die USA eine Lücke hinterlassen, wird diese sofort von einem anderen Akteur besetzt. Solche regional- und machtpolitischen Ambitionen haben neben Russland und Iran, vor allem die Türkei, aber auch die Vereinigten Arabischen Emirate.

Wir diskutieren die Frage, wie lange Russland und Iran ihren Expansionskurs angesichts einer in beiden Ländern miserablen wirtschaftlichen Lage noch aufrechterhalten können. Auf Dauer werden die machtpolitischen Ambitionen beider Staaten mit der schlechten Wirtschaftskraft nicht zu vereinen sein.

Schließlich geht es um die Frage, ob die NATO wirklich „hirntot“ ist, wie von Frankreichs Präsident Macron behauptet. Yan ist der Meinung, dass die Schaffung einer europäischen Armee und eine militärische Emanzipierung Europas von den USA unumgänglich sind.

In außen- und sicherheitspolitische Hinsicht jedenfalls rutscht Europa immer weiter in die Bedeutungslosigkeit. Der Anspruch moralischer Überlegenheit, der sich in einer wertegebundenen Außenpolitik ausdrückt, hat 2019 jedenfalls gegenüber dem nüchternen Pragmatismus Russlands und Chinas klar das Nachsehen gehabt.

Unruhen

Algerien, Chile, Hongkong, Iran, Libanon: Zivile Unruhen haben 2019 die Lage in vielen Ländern der Welt geprägt. 2020 wird dieser Trend anhalten. Auch bei den zahlreichen Protestbewegungen ist 2019 deutlich geworden, dass die weltweit zunehmende Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle spielt.

Denn die Vernetzung und damit der Zugriff auf ehemals unzugängliche Informationen versetzt Demonstranten in die Lage, innerhalb kürzester Zeit sehr erfolgreich anderswo bereits erprobte Taktiken zu implementieren, mit denen sich die Polizei und andere Sicherheitsbehörden aufhalten oder in die Irre führen lassen. 

 

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Die Bundesrepublik Deutschland engagiert sich zunehmend in den Ländern Nord- und Westafrikas. Das langfristige Ziel: die instabile Region wieder zu stabilisieren. Denn die Stabilität jener Länder hat auch direkte Auswirkungen auf die Sicherheit Europas und der Bundesrepublik Deutschland.

Zahlreiche Initiativen der Bundesregierung, der Einsatz der Bundeswehr in Mali und ein Zuwachs an Investitionen deutscher Unternehmen in der Region machen deutlich, dass der Kontinent für deutsche Außen- und Sicherheitspolitik immer wichtiger wird.

In der 17. Episode des KNS-Podcasts spreche ich mit meinen Kollegen Malte Roschinski und Yan St-Pierre über die Situation und die Sicherheitslage in Nord- und Westafrika und die außen- und sicherheitspolitischen Implikationen für Europa. Konkret geht es um die Länder Ägypten, Libyen, Tunesien sowie Mali inklusive der gesamten Sahel-Region.

Warnung vorab: Dieser Podcast ist mit fast 43 Minuten etwa doppelt so lang wie unsere sonstigen Episoden. Das Thema ist allerdings zu komplex, um es in lediglich 25 Minuten zu behandeln. 

Nordafrika und Sahel: eine Epidemie an Bedrohungen

Die Länder Nord- und Westafrikas bilden zusammen einen Lebens- und Wirtschaftsraum, in dem nationalstaatliche Grenzen nur eingeschränkt gelten. Vielerorts sind andere Grenzen wichtig, so zum Beispiel jene zwischen unterschiedlichen Ethnien oder Stämmen. Entlang dieser ethnischen und tribalen Linien verlaufen meist auch die unzähligen und vielschichtigen Konflikte in der Region, teils überlagert von nationalen Interessen. Insgesamt ist die Situation vor Ort hoch volatil, die Dynamiken komplex.

Die Konflikte und fehlende staatliche Ordnungsmaßnahmen haben auch zu einer Ausbreitung bewaffneter Konflikte, sozialer Unruhen, Kriminalität und Terrorismus geführt. Diese Epidemie an Bedrohungen wiederum führt zu einer fortgesetzten Destabilisierung der Region. Kombiniert mit einem wachsenden demographischen Druck deutet dies perspektivisch in Richtung einer verstärkten Migration aus Afrika nach Europa. 

Deutschland und Afrika: wachsendes Engagement, kaum Erfolge

Auch Deutschland engagiert sich in wachsendem Maße in der Nord- und Westafrika. Dazu gehören „Compact with Africa“, die neue „Sahel-Initiative“ und der Bundeswehr-Einsatz in Mali. Die Bundesrepublik konkurriert damit mit zahlreichen anderen Sicherheitsinitiativen in der Region. Allen gemeinsam ist, dass sie weitgehend erfolglos geblieben sind. Das liegt auch den komplexen Konfliktlinien in der Region: Mit europäischen Denkmustern und Erklärungsansätzen sind diese nicht zu greifen.

In der Diskussion überwiegt eine kritische Sicht auf die Aktivitäten Deutschlands in Nord- und Westafrika. Wir sind uns zwar einig, dass die Bundesrepublik international endlich mehr Verantwortung übernehmen muss, so wie es auch von Bündnispartnern berechtigterweise erwartet wird. Deutschlands weitgehend passive Sicherheitspolitik ist nicht mehr zeitgemäß. 

So fehlt vor allem an Mut, offen zu den eigenen wirtschaftlichen und strategischen Interessen zu stehen; Mut, endlich international Verantwortung und damit auch unangenehme (militärische) Aufgaben zu übernehmen. Leider ist in Deutschland strategisches außen- und sicherheitspolitisches Denken und entsprechende Kultur noch immer stark unterentwickelt. Eine klare Strategie für die Region Nord- und Westafrika ist bislang allenfalls in Umrissen zu erkennen.

 

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Doppelfolge zum Thema Rechtsterrorismus! Rechte Gewalt ist weltweit auf dem Vormarsch. Die jüngste Serie terroristischer Anschläge und Anschlagsversuche in Europa, Nordamerika und Neuseeland hat das Thema in den Fokus auch der Öffentlichkeit gerückt.

In den Episoden #15 und #16 des KNS Podcasts diskutiere ich mit Malte Roschinski und Yan St-Pierre, welche Dynamiken den Rechtsterrorismus gegenwärtig antreiben und wie eine adäquate Reaktion auf das Phänomen aussehen könnte.

In Episode #15 (Der Feind im Innern: Rechter Terrorismus als unterschätzte Bedrohung) geht es um die Hintergründe und Dynamiken der aktuellen Serie rechter Gewalttaten. Wir betrachten den Rechtsterrorismus dabei im internationalen Kontext und diskutieren die Entwicklungen anhand der Fälle von Henriette Recker, Jo Cox, Walter Lübcke und anderen.

Der fragwürdige Erfolg des Rechtsterrorismus 

In Episode #16 (Rezepte gegen rechten Terror: Vom Kampf gegen Dschihadismus lernen?) geht es dann um die Frage des „Erfolgs“ rechter Gewalt: Rechtsterrorismus mag weltweit auf dem Vormarsch sein, aber ist er auch erfolgreich im Sinne der terroristischen Logik der Verbreitung von Angst und Schrecken? Denn vielfach wird bemängelt, dass rechte Gewalt nicht zu einem Aufschrei und einer angemessenen Reaktion der betroffenen Gesellschaften führt. Das ist eine fundamental andere Reaktion als bei dschihadistischen Anschlägen.

Schließlich diskutieren wir, welche Möglichkeiten und Instrumente zur Bekämpfung des Phänomens zur Verfügung stehen. Sicherheitsbehörden weltweit könnten dabei vor allem auf ihre Erfahrungen aus der Bekämpfung des Dschihadismus zurückgreifen. Doch es existieren strukturelle Hindernisse, die eine Zusammenarbeit erschweren oder teilsverhindern.

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Der Konflikt um den Hambacher Forst und die Klimastreik-Bewegung „Fridays For Future“ haben das Thema Öko-Aktivismus in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Das Thema erhitzt auch deswegen die Gemüter, weil einige wenige Aktivisten auch Sabotage und Sachbeschädigung als Mittel nutzen, um eine breite Aufmerksamkeit zu erlangen. Wann aber überschreiten die Aktivisten die Grenze zum Öko-Extremismus oder Öko-Terrorismus?

In Folge 14 des KNS Podcasts diskutieren Malte Roschinski, Yan St-Pierre und ich die Frage, wo genau die Grenze zwischen Aktivismus und Terrorismus verläuft. Wir beleuchten das breite politische Spektrum, aus dem die Aktivisten stammen, und benennen Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Trends der Szenen in Deutschland, Großbritannien und anderen europäischen Ländern. Darüber hinaus schauen wir auf die Aktivitäten von Bewegungen wie „Ende Gelände“ oder „Extinction Rebellion“ und sprechen darüber, ob diese als terroristisch einzustufen sind. 

Öko-Aktivismus: jenseits von rechts oder links

Die Öko-Aktivisten in Deutschland entstammen einem politischen Spektrum, das sowohl linke und linksextreme Bewegungen wie auch rechtsesoterische Gruppen umfasst. Im öffentlichen Diskurs wird das Thema indes ausschließlich am linken Rand verortet, und zwar auch deshalb, weil linke Gruppen erfolgreich die Deutungshoheit des Themas für sich beansprucht haben. 

Dabei sind Sachbeschädigung und Sabotage, also Gewalt gegen Sachen, gegenwärtig das bevorzugte Mittel der Wahl der radikaleren Akteure der Szene. Gewalt gegen Menschen ist bis dato nur sehr vereinzelt ausgeübt worden, vorrangig im Rahmen des Widerstands gegen Polizisten bei der (versuchten) Räumung des Hambacher Forstes.

Die Verzweiflung wächst

Auch wenn sich die Gewaltbereitschaft im Lager der Öko-Aktivisten bislang auf Sachwerte beschränkt hat, sind mittlerweile auch Ansätze zu einer Radikalisierung zu beobachten. Getrieben wird diese Entwicklung auch von einer wachsenden Verzweiflung darüber, dass auch monatelange Proteste keinen Fortschritt gebracht haben. Die Öko-Akteure agieren gemäß einer apokalyptischen Verteidigungslogik: Die Erde stirbt, niemand handelt, die Zeit läuft davon, also ist es höchste Zeit, radikaler vorzugehen.

Diese Entwicklung schlägt sich nieder in einem Trend zur Professionalisierung, in Teilen auch zur Militarisierung der Akteure. So bilden in Großbritannien bereits Ex-Militärs die Öko-Aktivisten aus und zeigen ihnen zum Beispiel, wie man Barrikaden baut oder sich in Verhören verhält. Europaweit vernetzen sich die Akteure, tauschen Erfahrungen aus und trainieren gemeinsam. Die wachsenden taktischen Fähigkeiten der Öko-Aktivisten machen eine Eskalation künftiger Proteste wahrscheinlich.

 

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Sommerzeit ist Festivalzeit. Dabei sind Großveranstaltungen wie Rock am Ring, Wacken Open Air oder das Hurricane Festival immer auch eine besondere Herausforderung für Veranstalter, Sicherheitsdienste und die Polizei.

In der 13. Folge des KNS Podcasts diskutieren meine Kollegen Malte Roschinski, Yan St-Pierre und ich über die Sicherheit und Risiken bei der Durchführung von Festivals und anderen Großveranstaltungen. Wir beleuchten die potenziellen Gefahren, diskutieren, wie mit abstrakten Bedrohungslagen umzugehen ist und klären, wer von den Beteiligten für Risikoanalyse und Sicherheitskonzept zuständig ist – und ob wir in Deutschland neue Standards zur Sicherung von Festivals brauchen.

Festivals: Freiheit vs. Sicherheit?

Anlass für die Auswahl des Thema war die Auseinandersetzung zwischen der Polizei Mecklenburg-Vorpommerns und den Veranstaltern des „Fusion Festivals“, das vom 26. Juni bis 30. Juni an der Müritz stattfindet. Die Polizei hatte „schwere Mängel“ im Sicherheitskonzept des Veranstalters festgestellt. In Reaktion darauf wollte die Polizei eine mobile Wache auf dem Festival-Gelände aufstellen, zum ersten Mal in mehr als 20 Jahren, in denen das Festival bereits stattfindet.

Inzwischen ist die Polizei nach massivem Widerstand von Veranstalter und Besuchern von dem Vorhaben wieder abgerückt. Nach Äußerungen von Veranstaltern und Besuchern hätte eine dauerhafte Polizei-Präsenz dem Festival seinen Freiheitscharakter genommen und damit dessen Untergang bedeutet. Die Vorgänge sind hier und hier sehr gut dargestellt.

Was bisher geschah: Terroranschlag, Massenpanik, Absagen

Sicherheitsrelevante Ereignisse bei Großveranstaltungen hat es in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren bereits mehrere gegeben: 2010 kamen bei der Loveparade in Duisburg infolge einer Massenpanik 21 Menschen im Gedränge ums Leben, 541 weitere wurden verletzt, zum Teil schwer.

Im Februar 2015 sagten Veranstalter und Polizei den Schoduvel in Braunschweig ab. Grund war eine „konkrete Gefährdung“ durch einen terroristischen Anschlag. Im November 2015 dann wurde das Länderspiel Deutschland – Niederlande absagt – ebenfalls wegen einer „akuten terroristischen Gefährdungslage“.

Im Juli 2016 zündete ein syrischer Asylbewerber einen Sprengsatz in Ansbach auf dem Musikfestival „Ansbach Open“. Er tötete damit sich selbst und verletzte 15 Menschen. 2017 schließlich unterbrachen Polizei und Veranstalter vorübergehend das Festival „Rock am Ring“ wegen eines Terror-Alarms.

 

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Nachrichtendienste und Journalisten sind so etwas wie Cousins, die sich gegenseitig nicht leiden können: unbeliebt, aber dennoch Teil der Familie.

In der zwölften Episode des KNS Podcasts beleuchten meine Kollegen Malte Roschinski, Yan St-Pierre und ich das problematische Verhältnis von Journalismus und Nachrichtendiensten. Wir diskutieren die zahlreichen Schnittstellen und Parallelen zwischen beiden Lagern und beleuchten konkrete Fälle der bundesdeutschen Geschichte.

Denn oftmals scheinen die Gemeinsamkeiten zu überwiegen: Journalisten wie Nachrichtendienste sind im Informationsgeschäft tätig. Im Kern geht es dabei um das strukturierte Sammeln, Verarbeiten und Verbreiten von Informationen. Und investigative Journalisten nutzen dabei mitunter dieselben Methoden wie Nachrichtendienste: Observationen, Recherchen unter Legende, Einschleusungen. Allerdings ist das Zielpublikum im Falle der Journalisten öffentlich, im Falle der Dienste hingegen explizit nicht-öffentlich.

Ähnliche Methoden, unterschiedliche Adressaten

Schließlich nutzen Journalisten und Nachrichtendienstler einander auch immer wieder als Informanten, trotz oft großer gegenseitiger Skepsis. Beschaffen Journalisten Informationen von Quellen„aus Sicherheitskreisen“, gehört dies zu ihrem journalistischen Auftrag. Im umgekehrten Fall hingegen ist die Nutzung von Journalisten als Zuträgern nachrichtendienstlicher Informationen stets ein Politikum – zumindest in Deutschland.

Dafür sind wiederum Journalisten verantwortlich. Vielen fehlen das Wissen und ein grundsätzliches Verständnis für den Sinn und die Notwendigkeiten nachrichtendienstlicher Arbeit. Die Dienste hierzulande häufig als Institutionen dargestellt, die mit moralisch fragwürdigen Methoden operieren. In der Folge werden sie mit großem Misstrauen angesehen. Tatsächlich aber haben die Nachrichtendienste mit Journalisten mehr als letzteren lieb ist.

 

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Hotels als sicherer Hafen in der Fremde?

Für viele Reisende ist das eigene Hotel so etwas wie ein Ersatz für das eigene Zuhause. Dies gilt erfahrungsgemäß besonders in Krisengebieten und fragilen Staaten. Das Gefühl der Sicherheit ist häufig jedoch trügerisch: Die Sicherheitsvorkehrungen in vielen Hotel sind skandalös schlecht – auch in Luxushotels.

Doch angesichts einer wachsenden Zahl instabiler Länder wächst bei vielen Reisenden das Bedürfnis nach Sicherheit und dem Schutz vor kriminellen Übergriffen und Terroranschlägen. Damit wird das Thema Sicherheit zunehmend auch zu einem Wettbewerbsfaktor für Hotels weltweit. Die Hotellerie steht nun zunehmend vor der Herausforderung, Service und Sicherheit miteinander in Einklang zu bringen.

Sicherheit als Wettbewerbsfaktor für Hotels

In der elften Episode des KNS Podcasts diskutiere ich mit Malte Roschinski und Yan St-Pierre, wo erfahrungsgemäß die größten Schwächen und Sicherheitslücken bei Hotels bestehen; inwieweit es Unterschiede in punkto Sicherheit zwischen Hotels in Deutschland, Europa und in Krisenländern gibt; und wie es um internationale Standards zur Zertifizierung von Hotels bestellt ist. Schließlich geben wir einige Tipps, wie sich aus der Ferne ein sicheres Hotel identifizieren lässt, und welche Kenntnisse dafür notwendig sind.

 

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Nervengas und Knochensäge: In den vergangenen Monaten erregten zwei Operationen staatlicher Nachrichtendienste weltweite Aufmerksamkeit. Dies war zum einen einen der Giftanschlag auf Sergei Skripal und seine Tochter Yulia mit dem Nervengas Nowitschok im englischen Salisbury im März 2018, und zum anderen der Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 in Istanbul.

Im Jargon der Nachrichtendienste werden derartige Operationen als „nasse Sachen“ bezeichnet. Damit sind jene Aktivitäten gemeint, bei denen Blut fließt oder fließen kann. In der Regel ist damit die Ermordung politischer Gegner durch die Nachrichtendienste autoritärer Regime gemeint. Der Begriff stammt aus Russland, wo diese Art von Operationen eine gewisse Tradition hat.

Die dunklen Seiten der Nachrichtendienste

Der Mordversuch und der erfolgte Mord waren die beiden bekanntesten Fälle dieser Art in den vergangenen Monaten – aber wohl nicht die einzigen. Es gab Hinweise auf weitere Fälle. In der zehnten Ausgabe des KNS Podcasts diskutiere ich mit Malte Roschinski und Yan St-Pierre die dunklen Seiten der nachrichtendienstlichen Arbeit.

Dabei geht es um die Frage, ob gegenwärtig eine Zunahme „nasser Operationen“ zu beobachten ist, und ob Russland und Saudi-Arabien schlicht dilettantisch agiert haben – oder ob womöglich andere Motivationen hinter diesen Operationen ste- cken. Dabei sind wir nicht immer einer Meinung.

 

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Doppelfolge zum Thema Terrorismus! In den Episoden #08 und #09 des KNS Podcasts diskutiere ich mit Malte Roschinski und Yan St-Pierre, warum das Phänomen Terrorismus so schwer zu greifen ist – und welche praktischen Auswirkungen diese Unklarheiten bei der Bekämpfung des Terrorismus nach sich ziehen.

In Episode #08 geht es um um die Frage nach der Definition von Terrorismus. Der Umstand, dass es weltweit keine einheitliche Definition von Terrorismus gibt, wirft bei der Einordnung, Bewertung und Strafverfolgung von Gewalttaten zahlreiche Fragen auf: Was macht einen Terroranschlag eigentlich zu einem Terroranschlag? Ab wann ist eine Gewalttat als terroristisch zu bewerten – und wer entscheidet das? Welchen Nutzen haben zum Beispiel Politiker und Behörden davon, Gewalttaten als terroristisch zu kategorisieren? Was wären die Folgen einer einheitlichen Terrorismus-Definition?

Was zunächst nach dröger Theorie und Haarspalterei klingt, hat für die Praxis der Terrorismusbekämpfung handfeste Konsequenzen. Wir diskutieren in diesem Zusammenhang prominente Terroranschläge der jüngsten Geschichte in Deutschland und Europa – und sind nicht immer einer Meinung.

In Episode #09 gehen wir weiter in die Tiefe und beleuchten die Grauzonen des Terrorismus. Dabei diskutieren wir Überschneidungen und Unterschiede zu Amokläufen sowie zu politisch motivierten Gewalttaten und der Frage, ob von psychisch kranken Menschen verübte Taten als terroristisch gelten oder nicht.

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Entführungen und Geiselnahmen sind ein reales Risiko in verschiedenen Teilen der Welt. Gerade Nichtregierungsorganisationen (NGO) und mittelständische Unternehmen verfügen indes nur über begrenzte Ressourcen, um Entsendungen und Reisen von Mitarbeitern in Regionen mit einem hohen Entführungsrisiko adäquat vorbereiten und begleiten zu können.

Im KNS Podcast #07 diskutiere ich mit meinen Kollegen Malte Roschinski und Yan St-Pierre die unterschiedlichen Motivationen sowie Modi Operandi der Täter und räumen zugleich mit einigen Mythen rund um das Thema Entführung auf. Wir besprechen die Unterschiede zwischen terroristisch und kriminell motivierten Entführungen und die Frage, wie diese den Prozess eventueller Verhandlungen beeinflussen.

Schließlich geben wir einige Tipps, wie sich das Risiko von Entführungen verringern lässt und ein Krisenmanagement in mittelständischen Unternehmen und NGOs implementieren lässt.

 

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