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Nachrichtendienste und Journalisten sind so etwas wie Cousins, die sich gegenseitig nicht leiden können: unbeliebt, aber dennoch Teil der Familie.

In der zwölften Episode des KNS Podcasts beleuchten meine Kollegen Malte Roschinski, Yan St-Pierre und ich das problematische Verhältnis von Journalismus und Nachrichtendiensten. Wir diskutieren die zahlreichen Schnittstellen und Parallelen zwischen beiden Lagern und beleuchten konkrete Fälle der bundesdeutschen Geschichte.

Denn oftmals scheinen die Gemeinsamkeiten zu überwiegen: Journalisten wie Nachrichtendienste sind im Informationsgeschäft tätig. Im Kern geht es dabei um das strukturierte Sammeln, Verarbeiten und Verbreiten von Informationen. Und investigative Journalisten nutzen dabei mitunter dieselben Methoden wie Nachrichtendienste: Observationen, Recherchen unter Legende, Einschleusungen. Allerdings ist das Zielpublikum im Falle der Journalisten öffentlich, im Falle der Dienste hingegen explizit nicht-öffentlich.

Ähnliche Methoden, unterschiedliche Adressaten

Schließlich nutzen Journalisten und Nachrichtendienstler einander auch immer wieder als Informanten, trotz oft großer gegenseitiger Skepsis. Beschaffen Journalisten Informationen von Quellen„aus Sicherheitskreisen“, gehört dies zu ihrem journalistischen Auftrag. Im umgekehrten Fall hingegen ist die Nutzung von Journalisten als Zuträgern nachrichtendienstlicher Informationen stets ein Politikum – zumindest in Deutschland.

Dafür sind wiederum Journalisten verantwortlich. Vielen fehlen das Wissen und ein grundsätzliches Verständnis für den Sinn und die Notwendigkeiten nachrichtendienstlicher Arbeit. Die Dienste hierzulande häufig als Institutionen dargestellt, die mit moralisch fragwürdigen Methoden operieren. In der Folge werden sie mit großem Misstrauen angesehen. Tatsächlich aber haben die Nachrichtendienste mit Journalisten mehr als letzteren lieb ist.

 

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Hotels als sicherer Hafen in der Fremde?

Für viele Reisende ist das eigene Hotel so etwas wie ein Ersatz für das eigene Zuhause. Dies gilt erfahrungsgemäß besonders in Krisengebieten und fragilen Staaten. Das Gefühl der Sicherheit ist häufig jedoch trügerisch: Die Sicherheitsvorkehrungen in vielen Hotel sind skandalös schlecht – auch in Luxushotels.

Doch angesichts einer wachsenden Zahl instabiler Länder wächst bei vielen Reisenden das Bedürfnis nach Sicherheit und dem Schutz vor kriminellen Übergriffen und Terroranschlägen. Damit wird das Thema Sicherheit zunehmend auch zu einem Wettbewerbsfaktor für Hotels weltweit. Die Hotellerie steht nun zunehmend vor der Herausforderung, Service und Sicherheit miteinander in Einklang zu bringen.

Sicherheit als Wettbewerbsfaktor für Hotels

In der elften Episode des KNS Podcasts diskutiere ich mit Malte Roschinski und Yan St-Pierre, wo erfahrungsgemäß die größten Schwächen und Sicherheitslücken bei Hotels bestehen; inwieweit es Unterschiede in punkto Sicherheit zwischen Hotels in Deutschland, Europa und in Krisenländern gibt; und wie es um internationale Standards zur Zertifizierung von Hotels bestellt ist. Schließlich geben wir einige Tipps, wie sich aus der Ferne ein sicheres Hotel identifizieren lässt, und welche Kenntnisse dafür notwendig sind.

 

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Nervengas und Knochensäge: In den vergangenen Monaten erregten zwei Operationen staatlicher Nachrichtendienste weltweite Aufmerksamkeit. Dies war zum einen einen der Giftanschlag auf Sergei Skripal und seine Tochter Yulia mit dem Nervengas Nowitschok im englischen Salisbury im März 2018, und zum anderen der Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 in Istanbul.

Im Jargon der Nachrichtendienste werden derartige Operationen als „nasse Sachen“ bezeichnet. Damit sind jene Aktivitäten gemeint, bei denen Blut fließt oder fließen kann. In der Regel ist damit die Ermordung politischer Gegner durch die Nachrichtendienste autoritärer Regime gemeint. Der Begriff stammt aus Russland, wo diese Art von Operationen eine gewisse Tradition hat.

Die dunklen Seiten der Nachrichtendienste

Der Mordversuch und der erfolgte Mord waren die beiden bekanntesten Fälle dieser Art in den vergangenen Monaten – aber wohl nicht die einzigen. Es gab Hinweise auf weitere Fälle. In der zehnten Ausgabe des KNS Podcasts diskutiere ich mit Malte Roschinski und Yan St-Pierre die dunklen Seiten der nachrichtendienstlichen Arbeit.

Dabei geht es um die Frage, ob gegenwärtig eine Zunahme „nasser Operationen“ zu beobachten ist, und ob Russland und Saudi-Arabien schlicht dilettantisch agiert haben – oder ob womöglich andere Motivationen hinter diesen Operationen ste- cken. Dabei sind wir nicht immer einer Meinung.

 

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Doppelfolge zum Thema Terrorismus! In den Episoden #08 und #09 des KNS Podcasts diskutiere ich mit Malte Roschinski und Yan St-Pierre, warum das Phänomen Terrorismus so schwer zu greifen ist – und welche praktischen Auswirkungen diese Unklarheiten bei der Bekämpfung des Terrorismus nach sich ziehen.

In Episode #08 geht es um um die Frage nach der Definition von Terrorismus. Der Umstand, dass es weltweit keine einheitliche Definition von Terrorismus gibt, wirft bei der Einordnung, Bewertung und Strafverfolgung von Gewalttaten zahlreiche Fragen auf: Was macht einen Terroranschlag eigentlich zu einem Terroranschlag? Ab wann ist eine Gewalttat als terroristisch zu bewerten – und wer entscheidet das? Welchen Nutzen haben zum Beispiel Politiker und Behörden davon, Gewalttaten als terroristisch zu kategorisieren? Was wären die Folgen einer einheitlichen Terrorismus-Definition?

Was zunächst nach dröger Theorie und Haarspalterei klingt hat für die Praxis der Terrorismusbekämpfung handfeste Konsequenzen. Wir diskutieren in diesem Zusammenhang prominente Terroranschläge der jüngsten Geschichte in Deutschland und Europa – und sind nicht immer einer Meinung.

In Episode #09 gehen wir weiter in die Tiefe und beleuchten die Grauzonen des Terrorismus. Dabei diskutieren wir Überschneidungen und Unterschiede zu Amokläufen sowie zu politisch motivierten Gewalttaten und der Frage, ob von psychisch kranken Menschen verübte Taten als terroristisch gelten oder nicht.

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Entführungen und Geiselnahmen sind ein reales Risiko in verschiedenen Teilen der Welt. Gerade Nichtregierungsorganisationen (NGO) und mittelständische Unternehmen verfügen indes nur über begrenzte Ressourcen, um Entsendungen und Reisen von Mitarbeitern in Regionen mit einem hohen Entführungsrisiko adäquat vorbereiten und begleiten zu können.

Im KNS Podcast #07 diskutiere ich mit meinen Kollegen Malte Roschinski und Yan St-Pierre die unterschiedlichen Motivationen sowie Modi Operandi der Täter und räumen zugleich mit einigen Mythen rund um das Thema Entführung auf. Wir besprechen die Unterschiede zwischen terroristisch und kriminell motivierten Entführungen und die Frage, wie diese den Prozess eventueller Verhandlungen beeinflussen.

Schließlich geben wir einige Tipps, wie sich das Risiko von Entführungen verringern lässt und ein Krisenmanagement in mittelständischen Unternehmen und NGOs implementieren lässt.

 

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Wissenschaftler, Journalisten, Mitarbeiter von NGOs haben eines gemeinsam: Sie sind bei Reisen in Risikogebiete in besonderem Maße dem Verdacht der Spionage ausgesetzt. Denn genau wie Mitarbeiter von Nachrichtendiensten versuchen auch sie lokale Kontakte aufzubauen und gezielt Informationen zu sammeln.

Im KNS Podcast #06 diskutiere ich mit Malte Roschinski und Yan St-Pierre über die besonderen Risiken für Forscher, Journalisten & Mitarbeiter von NGOs und Unternehmen bei Auslandsreisen. Wir besprechen die Denkweise von Nachrichtendiensten und erklären, wieso diesen Berufsgruppen gerade in Risikogebieten und fragilen Staaten besonderes Misstrauen entgegengebracht wird – und warum in einigen Ländern Doppelstaatler besonders gefährdet sind. Am Schluss gibt es einige Tipps, wie man sich auf Reisen in Regionen mit erhöhtem Risiko vorbereiten kann.

 

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Lassen sich Krisen vorhersagen? Gibt es Methoden und Werkzeuge, die ein Forecasting (Vorhersagbarkeit) von geopolitischen Ereignissen wie des Arabischen Frühlings 2011 ermöglichen?

In der fünften Episode des KNS Podcasts diskutieren Malte Roschinski, Yan St. Pierre und ich, welche Möglichkeiten Unternehmen und Hilfsorganisationen haben, um sich in dynamischen Verhältnissen wie in Risikogebieten mehr Handlungsspielraum zu verschaffen.

Wir diskutieren das Konzept der „Schwachen Signale“, die Vorteile von Big Data – und die neuen Herausforderungen, die es mit sich bringt. Weiterhin besprechen wir, welche Rolle und Bedeutung heute dem klassischen „Experten“ zukommt, und wie eine optimale Kombination von Big Data und Expertentum aussehen könnte.

 

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Über das Konzept der „Schwachen Signale“ und die Möglichkeiten und Herausforderungen habe ich bereits 2013 ausführlich geschrieben. Den Text finden Sie hier.

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In der vierten Folge des KNS Podcasts beantworten Yan St. Pierre, Malte Roschinski und ich Fragen unserer Hörer, die uns im Zuge der letzten drei Episoden gestellt worden sind, darunter

  • Wo liegt der Unterschied zwischen den Handlungsoptionen „Run – Hide – Tell“ und „Run – Hide – Fight“ in einer Gewaltsituation wie einem Terroranschlag oder einem Amoklauf?
  • Wie sieht der Arbeitsalltag eines Risiko-Analysten in der Sicherheitsbranche aus, und welche Fähigkeiten werden dafür benötigt?

Abschließend werfen wir einen Blick in die Zukunft und beleuchten die Frage, welche Sicherheitsthemen 2018 in Deutschland relevant sein werden.

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Was ist Intelligence – Geheimwaffe von Staaten oder auch Handwerkszeug für Unternehmen und NGOs?

In der dritten Folge des KNS-Podcasts spreche ich mit Malte Roschinski und Yan St-Pierre über die zahlreichen Bedeutungen des „Zauberworts Intelligence“, die Unterschiede zwischen Daten, Informationen und Handlungswissen – und über die Frage, wie sich Intelligence im Risikomanagement sinnvoll und zielgerichtet einzusetzen ist.

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Terroranschläge, Amokläufe, Massenmorde wie zuletzt in Las Vegas: Wie steht es um die Sicherheit im Öffentlichen Raum? In der zweiten Folge des KNS Podcasts spreche ich mit meinen Kollegen Malte Roschinski (Plan4Risk) und Yan St-Pierre (Modern Security Consulting Mosecon Group GmbH) über die Frage, wie man mit der Angst vor der Bedrohung umgeht.

Wir diskutieren Methoden und Konzepte, die die Risiken verringern können, Opfer einer Gewalttat auf Konzerten, Weihnachtsmärkten oder anderen Orten mit hohem Publikumsverkehr zu werden. Von zentraler Bedeutung ist hier das Konzept des Situationsbewusstsein (engl. situational awareness).

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