Nervengas und Knochensäge: In den vergangenen Monaten erregten zwei Operationen staatlicher Nachrichtendienste weltweite Aufmerksamkeit. Dies war zum einen einen der Giftanschlag auf Sergei Skripal und seine Tochter Yulia mit dem Nervengas Nowitschok im englischen Salisbury im März 2018, und zum anderen der Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 in Istanbul.

Im Jargon der Nachrichtendienste werden derartige Operationen als „nasse Sachen“ bezeichnet. Damit sind jene Aktivitäten gemeint, bei denen Blut fließt oder fließen kann. In der Regel ist damit die Ermordung politischer Gegner durch die Nachrichtendienste autoritärer Regime gemeint. Der Begriff stammt aus Russland, wo diese Art von Operationen eine gewisse Tradition hat.

Die dunklen Seiten der Nachrichtendienste

Der Mordversuch und der erfolgte Mord waren die beiden bekanntesten Fälle dieser Art in den vergangenen Monaten – aber wohl nicht die einzigen. Es gab Hinweise auf weitere Fälle. In der zehnten Ausgabe des KNS Podcasts diskutiere ich mit Malte Roschinski und Yan St-Pierre die dunklen Seiten der nachrichtendienstlichen Arbeit.

Dabei geht es um die Frage, ob gegenwärtig eine Zunahme „nasser Operationen“ zu beobachten ist, und ob Russland und Saudi-Arabien schlicht dilettantisch agiert haben – oder ob womöglich andere Motivationen hinter diesen Operationen ste- cken. Dabei sind wir nicht immer einer Meinung.

 

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